03.02.2010
„Nur begeisterte Fundraiser können Menschen die Freude am Geben vermitteln“
Thomas Kurmann, Ausgabe 1/2010
Thomas Kurmann wechselte im Herbst 2009 vom Direktorenposten der Abteilung Kommunikation und Fundraising bei Ärzte ohne Grenzen Schweiz auf denselben Posten in Deutschland. Der 42-jährige Schweizer Kurmann war zuvor vier Jahre als Leiter Kommunikation bei der Organisation Terre des hommes tätig. Er hat an der Universität Zürich Italienische Literatur, Philosophie und Psychologie studiert.
„Bei Ärzte ohne Grenzen in Deutschland erwartet mich eine spannende und herausfordernde Aufgabe“, sagte er dem Fundraiser-Magazin. „Wir wollen, unter Beibehaltung unserer hohen Ansprüchen an Ethik und Qualität im Fundraising, auch weiterhin Spenderinnen und Spender dafür begeistern, Menschen zu helfen, die kaum oder gar nicht medizinisch versorgt werden. Dem stetig wachsenden Bedürfnis nach medizinischer Betreuung wollen wir mit einer gesunden, langfristigen Fundraising-Wachstumsstrategie gerecht werden“, charakterisiert Kurmann seine ambitionierten Ziele. Zu seinen Spezialgebieten zählt er Neue Medien und Fundraising, Direktmarketing und strategisches Fundraising. Außer dem ist er im Vorstand des Berufsverbandes Swissfundraising.
www.aerzte-ohne-grenzen.de
Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Eines unter vielen: Optimismus versetzt Berge, Probleme sind Herausforderungen.
Was wollten Sie als Kind werden?
Radio-Kommentator für Fußball-Live-Übertragungen.
Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
Ampelkoalition.
Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Die grenzenlose Respektierung und Durchsetzung von Menschenrechten.
Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Allen ehrenamtlich engagierten Menschen.
Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
Irgendwo am Meer in wärmeren Gefilden.
Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Johannes B. Kerner.
Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Nur begeisterte Fundraiser können Menschen die Freude am Geben vermitteln.
Ihre Helden in der Geschichte?
Winkelried, Gandhi, Mandela.
Ihre Helden in der Gegenwart?
Alle Menschen, die anderen uneigennützig helfen.
Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Die Zulassung von Minaretten in der Schweiz.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Demokratie.
Worüber können Sie lachen?
Über mich selbst.
Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Respektlosigkeit und Rassismus.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fehler, die Dritten keinen Schaden zufügen.
Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Die Wahrheit.



















