01.10.2006
"Gerne einmal für einen Monat mit Bill Gates tauschen …"
Winfried Ripp, Ausgabe Herbst/2006
Winfried Ripp ist gelernter Industriekaufmann und schloss ein Studium der Erziehungswissenschaften, Geschichte sowie Wirtschaft/Arbeitslehre in Berlin an. Seit 1998 ist er Gründer, Stifter und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Dresden und Mitbegründer des Erich-Kästner-Museums. 2003 erhielt er den Deutschen Stifterpreis und im gleichen Jahr einen Förderpreis der „Aktiven Bürgerschaft“ e. V. Ferner ist er als Vorsitzender des „Nachbarschaftshilfevereins Gorbitz“ e. V. tätig. Im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im August 2002 sammelte er 1,7 Millionen Euro Spendengelder und war Vorsitzender des Spendenbeirates der Landeshauptstadt Dresden. Zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zur Stiftungspraxis dokumentieren seine in Theorie und Praxis gemachten Erfahrung im Stiftungswesen.
www.buergerstiftung-dresden.de
Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ (nach Erich Kästner)
Was wollten Sie als Kind werden?
Lokomotivführer.
Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
„No-Go-Area“.
Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen
wollen?
Die Reform des Spendenrechts.
Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Schröder und Fischer, weil sie eine deutsche Beteiligung am Irakkrieg strikt abgelehnt haben.
Wo hätten Sie gern ihren Zweitwohnsitz?
In der einzigen deutschen Weltstadt Berlin.
Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Mit Bill Gates in seiner Eigenschaft als Stifter.
Ihre Helden in der Geschichte?
Mahatma Gandhi und Albert Schweitzer.
Ihre Helden in der Gegenwart?
Die Zeit der Helden ist vorbei. Effiziente Teams sind gefragt.
Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Den radikalen ökologischen Umbau der Weltwirtschaft – ich bin aber gegen jede Diktatur.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Die finnische Bildungsreform in den 70er und 80er Jahren.
Worüber können Sie lachen?
Über die Komik des Alltags.
Wo hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Wenn mich jemand bevormunden will.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Die, die aus Liebe begangen werden.
Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Nichts – ich bin doch nicht größenwahnsinnig!



















