03.02.2010
Hobby-Marketingexperte Fabian F. Fröhlich hat ganz viel Selbstvertrauen
Gestern hab ich mal wieder auf social gemacht. Wir waren Top-Marken shoppen in der City, denn es ist ja schon Sale. Fashion sei dramatisch reduziert, schrie es mir aus dem Autoradio entgegen – genauso wie die Anzahl der theoretisch in Kürze frei werdenden Parkplätze und der geistige Horizont mancher Leute in der Center-Gallery. Aber das macht ja den Reiz aus. Es ergeben sich unzählige Gelegenheiten für gute Gespräche mit Menschen, die ich sonst vielleicht nie kennen gelernt hätte! Die Themen liegen auf der Hand: Das beerenfarbene Teil mit der Tigertatze ist runter auf neunundvierzigneunzig. Und hier, die Softshell-Jacken mit Stretchfleece-Innenkragen sind waterproof ausgestattet bis 2000 Meter. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich fahre weder Ski noch gehe ich Eisangeln, aber bei den Preisen … Für No-Name-Sachen würde ich natürlich kein Geld rausschmeißen. Doch wie sagte schon mein alter BWL-Professor: Dem Imagetransfer von der Marke auf den Werbe-Träger kann sich keiner entziehen. Auch ich nicht, selbst wenn ich wollte. In Zeiten der Krise muss man schließlich zu Werten stehen.
Da darf man auch nicht zimperlich sein, wenn es um Selbstvermarktung geht. Alles was den Bekanntheitsgrad erhöht, ist gerade recht. Verfolgen Sie mich auf Twitter, dann erfahren Sie exklusiv, dass ich einen Fernsehauftritt bei RTL habe. Nicht bei den Superstars, das wäre mir zu peinlich. Bei Bauer sucht Frau hab ich mich um die schöne Pferdewirtin aus Mecklenburg beworben. Mit dem Reiten, das passt schon. Und es bringt neue Kontakte bei Facebook und Zugriffszahlen auf meiner Website, wo auch meine neuesten Musikvideos über YouTube gestreamt werden. Dort können Sie außerdem mein Buch „Wie ich wurde, was ich bin – modisch gesehen“ vorbestellen, das in Kürze fertig wird und im Selbstverlag erscheint. Sofern mein Name richtig geschrieben ist, stelle ich mich meinen Kritikern natürlich gern.
So viel Selbstbewusstsein hatten wohl auch die 20 Teilnehmer einer Weight-Watchers-Gruppe im schwedischen Växjö. Beim kollektiven Wiegen brach unter ihnen der Boden zusammen. Die Schweden ließen sich ihr Diät- Programm von diesem kleinen Zwischen-Fall nicht vermiesen und stellten sich im Parterre noch mal auf. Was lehrt uns das? Aus heiligen Kühen, die man schlachtet, werden die besten Steaks.



















