13.07.2011

Sponsoring der öffentlichen Hand

Fundraising der öffentlichen Hand ist im wahrsten Sinne des Wortes ein eigenes Kapitel. Die Kürzung von Steuermitteln zieht sowohl im öffentlichen Sektor als auch im sozialen Bereich Finanzierungsschwierigkeiten nach sich. Zudem gibt es verschiedene Varianten der Zusammenarbeit von Unternehmen mit der öffentlichen Hand, für die es aber keine beziehungsweise keine einheitliche Regelungen gibt. Vor allem zur Abgrenzung des Sponsorings von möglicher Vorteilsnahme.
Der Herausgeber Martin Burgi, Professor für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht, hat ein Grundlagenwerk veröffentlicht, das Überlegungen und Ergebnisse des Forschungsprojektes „Verwaltungssponsoring als Herausforderung für die Rechtsordnung“ bündelt. Es beleuchtet das Verwaltungsrecht, das der zusätzlichen Mittelbeschaffung in der öffentlichen Verwaltung Grenzen setzt, sich aber den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen aussetzt. Der Fokus liegt zwar auf dem Verwaltungssponsoring. Doch die exakten Definitionen, Vergleiche und Abgrenzungen von Mäzenatentum und Spenden, Public Private Partnership machen dieses Buch für alle Fundraiser und Unternehmen als Partner der öffentlichen Hand interessant.
In einer bundesweiten Erhebung wurden alle Ministerien des Bundes und der Länder zur Zusammenarbeit mit Unternehmen, Zuständigkeiten und Art der Kooperation befragt. Diese Studie gibt einen interessanten Einblick in die unterschiedlichsten Handhabungen und den Reglungsbedarf für die Verwaltung. Das Buch schließt mit einem Vorschlag für ein Verwaltungssponsoring-Gesetz ab.

Silvia Starz


Martin Burgi (Hrsg.): Sponsoring der öffentlichen Hand: Rechtsrahmen, Empirie, Regelungsvorschläge. Nomos. 2010. ISBN 9783832945540. 74,00 €.

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